Leitbild für den Nollendorfplatz beschlossen

Veröffentlicht am 24.04.2014 in Pressemitteilung

Nollendorfplatz, Foto: Hans Kegel

Auf Initiative der SPD-Fraktion hat die BVV Tempelhof-Schöneberg in ihrer Sitzung am 16.04.14 ein städtebauliches Leitbild für den Nollendorfplatz beschlossen. Dem voraus gegangen war eine ebenfalls auf Initiative der SPD erarbeitete Machbarkeitsstudie für das neue „Tor zur City-West“.

Im Rahmen dieses Planungs- und Diskussionsprozesses erfolgten auch zwei öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltungen in der URANIA, bei denen es im Weiteren auch um die Gestaltung der Kleiststraße sowie der Straße An der Urania und die Einmündung der Lietzenburger Straße ging. Das Interesse der Anwohnerschaft war groß. Während eine städtebauliche Rekonstruktion insbesondere an der Lietzenburger Straße auf Kritik stieß, gab es für die Konzeption zum Nollendorfplatz breite Zustimmung. Die Moderation und Entwicklung der Planungsvarianten erfolgte durch das Architekturbüro Gruppe Planwerk.

 

Für den Nollendorfplatz wurde von den Architekten ein Konzept entwickelt, das eine vorsichtige Annäherung an die historische Platzgeometrie sowie mehr Platz und Attraktivität für Fußgänger vorsieht. Die derzeit überbreiten Straßeneinmündungen sollen verengt, die jetzt den Platz in seiner Mitte durchschneidenden Fahrbahnen zugunsten einer großzügigen Mittelinsel zurück genommen werden. Unter der Hochbahn ist die Einrichtung eines Cafés möglich, das zur Attraktivität der Fläche beitragen kann. Die direkte Durchfahrt für Kraftfahrzeuge von der Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße - ehemals Einemstraße - zur Bülow- und Maaßenstraße soll demnach in Zukunft nicht mehr möglich sein. Dies entspricht der Situation vor der autogerechten Umgestaltung der 1960er-Jahre und ist der Situation geschuldet, dass die U-Bahn den westlichen Teil des Platzes beim Übergang von der Hoch- zur Tieflage durchtrennt.

 

Christoph Götz, Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg: „Der autogerecht ausgebaute Nollendorfplatz ist gestalterisch überkommen und ein absoluter Schandfleck der Stadt. Das von Gruppe Planwerk vorgelegte Konzept stellt eine hervorragende Grundlage für die Einleitung aller weiteren Prozesse dar. Die weitere Ausgestaltung wird spannend. Das Bezirksamt ist nun aufgefordert, auf dieser Basis für die weiter gehende Planung einschließlich aller Beteiligungsschritte und die bauliche Umsetzung Mittel zu akquirieren. Hier wird es in erster Linie um Geld aus dem sogenannten „Plätzeprogramm“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gehen. Wir hoffen, dass auch dort die Notwendigkeit der Neugestaltung gesehen wird.“

 
 

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