In der letzten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 18. Januar 2006 brachte die SPD-Fraktion einen Antrag ein, der das Bezirksamt auffordert, den westlichen Vorplatz des neuen Bahnhofs Südkreuz nach der Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Hildegard Knef zu benennen.
Hildegard Knef ist nach dem Tod ihres Vaters bei ihren Großeltern auf der „Schöneberger Insel“ groß geworden. „Die Künstlerin ist in der Erinnerung für viele, als typisches „Berliner Kind“ fest mit unserer Stadt verbunden. Mit der Benennung des Platzes soll der bedeutenden Schönebergerin ein würdiges Zeichen der Erinnerung gesetzt werden“, erläutert Margrit Zauner, Fraktionsvorsitzende, die Initiative der SPD in der BVV.
Weiter heißt es in dem Antrag, dass zur Vermeidung späterer Irritationen und Kosten schon zur Inbetriebnahme des Bahnhofs im Mai 2006 die Benennung präsent sein sollte. Auch wenn die förmliche fünf Jahresfrist, die für die Benennung von Straßen und Plätzen nach Persönlichkeiten gefordert wird, nach ihrem Tod erst am 1.02.2007 endet. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung ist bei der zuständigen Senatsverwaltung einzuholen.
„Weiterhin steht für uns auch im Vordergrund, dass die Finanzierung und die Gestaltung des Vorplatzes zügig mit den Verantwortlichen der Bahn geklärt wird“; so Zauner weiter.
Der Antrag auf Benennung des Platzes wird in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Kultur der BVV behandelt werden.