06.09.2022 in Allgemein von SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg

SPD-Fraktion unterstützt Standortsuche für zukünftige Maientage

 

In der vergangenen Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg wurde positiv über die Beschlussempfehlung „Volksfest Maientage einen Platz auf dem Tempelhofer Feld bereitstellen“, die auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurückgeht, beschieden.

Die Vorlage befasst sich mit der Suche nach einem neuen Standort für die jährliche Veranstaltung „Maientage“, die ihrem angestammten Platz in der Hasenheide weichen musste, da diese instandgesetzt und renaturiert wird.

„Die Maientage sind das größte Berliner Parkfest und haben bereits fünfundfünfzig Mal stattgefunden. Dieses traditionelle Volksfest bringt jedes Jahr Menschen aller Altersgruppen und sozialer Herkünfte zusammen und ist beliebter Treffpunkt, Vergnügungs- und Begegnungsort gleichermaßen“, erklärt Kari Lenke, Sprecherin für Wirtschaftspolitik der SPD-Fraktion die Bedeutung der Veranstaltung.

„Ich möchte mich gemeinsam mit der Fraktion daher aktiv für die Erhaltung dieser langjährigen Festtradition einsetzen und die Maientage, die lediglich 6 der 300 Hektar Gesamtfläche benötigen würden, im kommenden Jahr auf das Tempelhofer Feld holen.“

Die Initiative sieht zudem vor, sowohl den Bezirk Neukölln als auch die Petition „Rettet die Neuköllner Maientage“ in die Gespräche um die Zukunft der Maientage einzubeziehen.

 

01.09.2022 in Allgemein von SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg

SPD fordert bessere ÖPNV-Anbindung für Wohnsiedlung Nordmannzeile

 

Dem SPD-Antrag „Nördlichen Grazer Damm und westlichen Vorarlberger Damm besser an den ÖPNV anbinden“ wurde in der gestrigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung einstimmig zugestimmt.

Die Initiative sieht im Einzelnen vor, den nördlichen Grazer und westlichen Vorarlberger Damm besser an den öffentlichen Personennahverkehr anzubinden, um die vorhandene Lücke in dieser Region zu schließen.

Als konkrete Maßnahme zur besseren Einbeziehung dieses Gebietes, schlägt die SPD-Fraktion eine Verschwenkung der Bus-Linie 143 oder 187 von der Rubensstraße kommend über Vorarlberger Damm auf den Grazer Damm vor.

„Die Wohnsiedlung rund um die Nordmannzeile am Vorarlberger Damm gehört leider zu den vergessenen Ecken in der Anbindung an die städtische Infrastruktur “, fasst Axel Seltz, Bezirksverordneter der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, das Problem zusammen. „Um den nächstgelegenen Bus erreichen zu können, müssen die Bewohner daher entweder bis zum Grazer Platz oder zur Rubensstraße/Ecke Vorarlberger Damm laufen. Dies ist jedoch besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen eine zusätzliche Erschwernis in der Erledigung alltäglicher Wege“.

Seltz schlägt daher vor, „durch eine Teilumleitung der bereits vorhandenen Linie 143 über den nördlichen Grazer Damm auch die Wohnbereiche einzuschließen, die infrastrukturell bisher noch benachteiligt sind.“

 

23.08.2022 in Allgemein von SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Anträge im August

 

Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg stellt folgende Anträge & Anfragen zur nächsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung:

Anträge:

 

14.08.2022 in Abteilung von SPD Lichtenrade-Marienfelde

Eine Arche am Stadtrand

 

Klimawandel, Wassermangel, Hitzewelle: Amphibien in Marienfelde akut gefährdet

Ein Juli-Abend im Landschaftspark Marienfelde, die Sonne steht schon tief über dem Wechselkrötenteich. Üblicherweise setzen zu dieser Zeit die heimischen Lurche zu ihren allabendlichen Konzerten an, Libellen schwirren im Paarungsrad durch die Luft und Wasserläufer springen blitzschnell über die Wasseroberfläche. Stattdessen ist es nun totenstill. Nur ein paar Steine knirschen bei jedem Schritt durch das mannshohe Schilf. NaturRanger Björn Linder steht mitten im Teich – auf dem Trockenen. Auch auf der Feuchtwiese, die den Teich umsäumt, überwiegen vergilbte Gräser. Der Boden ist fest und gibt kaum nach. Der Lebensraum von unzähligen gefährdeten Amphibien- und Insektenarten, Wasserpflanzen und weiteren Organismen existiert nicht mehr. Wildtiere, wie u.a. die Wildschweine wühlen am ehemaligen Gewässergrund nach Wasser.  

Ranger Björn Lindner im ausgetrockneten Wechselkrötenteich
Ranger Björn Lindner im ausgetrockneten Wechselkrötenteich

 

„Die Trockenheit wird bleiben“

„Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen“, sagt der Natur- und Landschaftspfleger, der seit 2007 die Naturschutzmaßnahmen in Marienfelde im Auftrag des Bezirks Tempelhof-Schöneberg betreut. „Wir müssen sofort handeln. Denn die Trockenheit ist kein Ausnahmephänomen mehr, sie wird wohl bleiben.“ Das Problem ist noch nicht offenkundig genug, weil die Teiche mit Naherholungsfunktion - wie beispielsweise unsere Dorfteiche - künstlich bewässert werden. Die natürlichen, nacheiszeitlichen Pfuhle und ehemaligen Entwässerungsgräben im Berliner Südwesten dagegen führen wegen der anhaltenden Trockenheit seit Wochen kein Wasser mehr. Genau das sind allerdings die Rückzugs- und Fortpflanzungsräume für stark bedrohte und deshalb streng geschützte Arten wie den Moorfrosch, die Knoblauchkröte und die Wechselkröte: Hier kann der Laich sich entwickeln und Kaulquappen zu Landexemplaren reifen, die das Gewässer nach wenigen Wochen verlassen.

Trocknet jedoch das Laichgewässer vollständig aus, wie es in unserer Region wiederholt seit einigen Jahren vielfach passiert, sterben ganze Generationen von Amphibien vollständig aus. Mit ihnen verschwindet eine Vielzahl an Arten im Nahrungsgefüge, bis hin zum Erlöschen ganzer Ökosysteme. Ohne Wasser keine Algen und Mikroorganismen, von denen sich die Kaulquappen ernähren. Auch keine Insekten, beispielsweise Libellen, die ihre Eier an den Unterseiten der Blätter oder Stängeln von Wasser- und Sumpfpflanzen ablegen und dann mehrjährig als Larve im Wasser leben. Ihre Lebens- und Nahrungsgrundlagen trocknen schlicht aus. „Wir erleben gerade das Artensterben vor unserer eigenen Haustür“ so der Ranger. „Handeln wir gemeinsam - zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt. 

Aufzuchtbecken des Arche-Projekts auf der Naturschutzstation Marienfelde
Aufzuchtbecken des Arche-Projekts auf der Naturschutzstation Marienfelde

 

Rettung in letzter Minute

Denn der Ranger wäre nicht der Ranger, wenn er dabei tatenlos zugesehen hätte. „Wir haben schließlich eine Verantwortung im Arten- und Tierschutz“, ist er überzeugt. Als sofortige Nothilfe hat er letzte Laichballen und Kaulquappen der stark gefährdeten Moorfrösche, Knoblauchkröten, Wechselkröten und Kammmolchen gesichert, kurz bevor der Wechselkrötenteich im Landschaftspark  vollständig ausgetrocknet ist. Vorherige Maßnahmen zur Bewässerungen waren erfolglos geblieben. Die Tiere wurden zur einstweiligen Inobhutnahme in einen geschützten Bereich auf die Naturschutz- und Rangerstation gebracht. Björn Lindner überwacht und füttert die Exemplare seitdem täglich gemäß ihrem Entwicklungsstadium und sichert so das Überleben der aufgenommenen Lurche in Kunststoffboxen. Je älter die Tiere, desto größer die Boxen und desto umfangreicher die Bereitstellung eines künstlich geschaffenen (Über-)Lebensraums. Etwa drei Jahre dauert es, bis aus dem Laich geschlechtsreife Frösche und Kröten werden. Drei weitere Jahre, in denen Hitzewellen, Wassermangel und Verlandung der Gewässer drohen. Die geretteten Tiere nach diesem Sommer einfach auszuwildern, wäre also keine nachhaltige Lösung, sondern nur eine Hinauszögerung ihres Schicksals. Der Ranger plant deshalb, Teile der Population auch künftig in kontrollierten geschützten Freiraumanlagen zu belassen, dann reproduktionsfähige Tiere in dauerhaft gesicherten Biotopen wieder auszuwildern, die Bestände zu überwachen und in den nächsten Jahren erneut Exemplare bedarfsgerecht abzusammeln, um die Fortpflanzung zu sichern und diese Praxis als Kreislauf zu etablieren. Der technische, personelle und finanzielle Aufwand für so ein „Arche-Projekt“ ist enorm, aber der Schaden, der entstehen würde, hätte der NaturRanger nicht reagiert, wäre ungleich höher. Die fachliche Notwendigkeit wird auch von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde gesehen. Der anerkannte Naturschutzverband will den Ranger Lindner in seinem Bemühen unterstützen. Auch die bezirkliche Naturschutzbehörde sieht unmittelbaren Handlungsbedarf beim Erhalt und der Wiederherstellung von Gewässern als Fortpflanzungsraum für Amphibien, der am stärksten vom Aussterben bedrohten Wirbeltierklasse.

Die Wechselkröte ist Lurch des Jahres 2022
Die Wechselkröte ist Lurch des Jahres 2022

 

Bedrohte Arten haben keine Geduld

„Wer wartet, verliert“, stellt Lindner fest. „Wir müssen endlich in die Umsetzung kommen, nicht nur reden!“ Dass der Klimawandel Anpassungsmaßnahmen auf allen Ebenen erfordert, sei lange bekannt. „Wir können es uns jetzt schon nicht mehr leisten, Regenwasser in der Kanalisation verschwinden zu lassen. Berlin braucht nicht nur singulär, sondern überall Versickerungsflächen und Auffangbecken für die Starkregenereignisse, um das Wasser gezielt zu verwenden, wenn es gebraucht wird.“ Dass die „Schwammstadt“ Berlin nach wie vor ein Zukunftsbegriff und kaum im Alltag als dringende Notwendigkeit auch zum Flutwasserschutz angekommen ist, verwundert ihn. „Unsere heimischen Arten haben keine Geduld – sie sterben aus, während wir immer noch planen.“ 

Dabei hatte sich der Berliner Senat bereits im Jahr 2012 mit der Strategie zur Biologischen Vielfalt verpflichtet, insbesondere die Bestände seltener und gefährdeter sowie anderer naturschutzfachlich bedeutsamer Arten zu sichern. Die nötigen Anpassungen sind eine gewaltige Querschnittsaufgabe für die gesamte Stadtverwaltung. Allerdings ist neben einer stadtplanerischen Internalisierung auch ein ehrliches Umdenken der Menschen, die in dieser Stadt leben, nötig. Naturschutz ist nicht nur Aufgabe der Politik, sondern konkretes Handeln im Alltag. In der aktuellen Hitzeperiode zum Beispiel in der Frage, wie oft ein Auto in die Waschanlage gefahren werden muss oder ob Außenpools für den Garten mit etwa viereinhalb Metern Durchmesser und einem unvorstellbaren, aber durchaus üblichen Fassungsvermögen von 20.000 Litern Wasser wirklich zeitgemäß sind. 

Lobby für Amphibien als Bio-Indikator für eine gesunde Umwelt

Unser Wasserbrauch ist inzwischen nicht nur eine Frage des Geldes, sondern vor allem eine Frage der Solidarität mit den nachfolgenden Generationen. Björn Lindner ist deshalb seit mehr als 15 Jahren nicht nur dem Naturschutz und der Landschaftspflege, sondern auch der Umwelt- und Naturbildung verpflichtet. Täglich erfahren auf der Station schon die Kleinsten, wie wertvoll das Naturerlebnis in der Stadt ist. Kitagruppen und Schulklassen erleben und lernen im „Grünen Klassenzimmer“ gleichermaßen, dass der Mensch ohne die Vielfalt und Leistung der Natur selbst in einer Stadt wie Berlin leben kann. „Wir Menschen müssen aus eigenen egoistischen Gründen begreifen, dass wir in einer Beziehung zur Natur stehen, die unsere Lebensgrundlage darstellt und alles seine Wechselwirkungen hat“, sagt der Ranger. Lindner hofft, dass die Wechselkröte - der „Lurch des Jahres 2022“ - und die prekäre Situation seiner Artgenossen dazu beiträgt, ein Bewusstsein bei den Berlinerinnen und Berlinern für den akuten Handlungsbedarf zu schaffen. Er wünscht sich nicht nur eine öffentliche Debatte über notwendige städteplanerische Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Arten, sondern auch eine konkrete Verhaltensänderung: Jeder Mensch kann seinen Beitrag leisten, egal, ob groß oder klein. Unsere StadtNatur braucht alles, bloß kein „Weiter so“.  

Das Arche-Projekt für die Amphibien auf der Naturschutzstation Marienfelde freut sich über Unterstützung für Material und Futter: 

Spendenkonto: Naturwacht Berlin e.V., DE52100900002660159013

 

*Eine gekürzte Fassung dieses Beitrags erscheint in der aktuellen Ausgabe der TSaktuell.

 

11.08.2022 in Abteilung von SPD Mariendorf

Das traditionelle Sommergrillen am 5. August

 
Foto: LR

In diesem Jahr fand wieder unser Sommergrillen in der SFS Sorgenfrei in der Markgrafenstraße statt. Auch Genossinnen und Genossen unserer Nachbarabteilung SPD-Lichtenrade-Marienfelde waren wieder dabei! :)

 

31.07.2022 in Allgemein von SPDqueer Tempelberg

Ein spannender Blick in die queere Geschichte der SPD

 
Stephan Siegert, Petra Cardinal, Reinhard Naumann, Lutz Ermster (v. l. n. r.)

Ein lauer Sommerabend auf der Terrasse des AHA e.V. und spannende Einblicke in die Geschichte der Schwusos und SPDqueer: Das war der Rahmen für die Diskussion zum Thema „Von den Schwusos zur SPDqueer“ am 29. Juli 2022, zu der die Kreise Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg der SPD-Arbeitsgemeinschaft eingeladen haben. Petra Cardinal, langjährige Bundesvorsitzende der SPDqueer und Reinhard Naumann, ehemaliger Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, haben 40 Jahre queere Geschichte der SPD von den Anfängen 1978 bis heute Revue passieren lassen. Rüdiger Lautmann, der ebenfalls für die Diskussion vorgesehen war, musste krankheitsbedingt leider kurzfristig absagen.

 

25.07.2022 in Pressemitteilung von SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Mehr Fahrradabstellmöglichkeiten für Tempelhof-Schöneberger Süden

 

Eine gemeinsame Initiative der Fraktionen von SPD und CDU in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg sieht vor, sich für mehr sichere und abschließbare Fahrradabstellmöglichkeiten wie Fahrradboxen oder einer doppelstöckigen Fahrradgarage für Pendler im Süden des Bezirks einzusetzen.

Beide Fraktionen haben sich darauf verständigt, prüfen zu lassen, welcher S-Bahnhof am besten für die Umsetzung geeignet ist und inwieweit die Einbindung dieser Fahrradabstellmöglichkeiten in bereits bestehende Umbauplanungen der Dresdner Bahn aufgenommen werden könnten.

„Um die Attraktivität des Umstiegs auf den ÖPNV zu steigern, müssen wir Pendlern komfortable und sichere Lösungen bieten. Und da in unserem Bezirk bisher nur ein Fahrradparkhaus am Südkreuz geplant ist, welches den zukünftigen Bedarf voraussichtlich nicht decken können wird, möchten wir das Angebot an Fahrradabstellmöglichkeiten bereits jetzt erweitern“, erläutert Annette Hertlein, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion das Vorhaben.

„Denkbar für die Realisierung dieses Projektes sind die S-Bahnhöfe Lichtenrade, Schichauweg oder Buckower Chaussee. An diesen potenziellen Standorten möchten wir zusätzlich prüfen lassen, ob Möglichkeiten zur Solarstromgewinnung an Dach- oder Wandflächen bestehen, um auch Ladestationen für E-Bikes betreiben zu können“, so Hertlein abschließend.

 

Die Kreisdelegierten- versammlung

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Termine

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03.05. 11:00 Uhr SchbrgAbteilung SchönebergGedenken und Stolpersteine putzen zum 8. Mai
05.05. 19:30 Uhr SchbrgAbteilung SchönebergVorstand (hybrid)
06.05. 18:00 Uhr AK KlimaAK Sozialer KlimaschutzArbeitskreissitzung
07.05. 18:30 Uhr FrauenSPD FrauenMitgliedertreffen
08.05. 16:00 Uhr LiMaAbteilung Lichtenrade-MarienfeldeStolperstein-Spaziergang / Putzaktion

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