Die SPD-Fraktion reagiert mit Kritik auf den Beschluss des Berliner Senats, zahlreiche Tempo-30-Abschnitte auf Hauptstraßen im Bezirk wieder abzuschaffen. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hatte diese Entscheidung mit der Verbesserung der Luftqualität begründet. In Tempelhof-Schöneberg sind folgende Straßen betroffen:
- Dominicusstraße – von Ebersstraße bis Hauptstraße
- Mariendorfer Damm – von Westphalweg bis Eisenacher Straße
- Martin-Luther-Straße – von Lietzenburger Straße bis Motzstraße
- Saarstraße – von Rheinstraße bis Autobahnbrücke
- Tempelhofer Damm – von Ordensmeisterstraße bis Alt-Tempelhof
„Da es ja offensichtlich einen kausalen Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeitsreduzierung und der Verbesserung des Stadtklimas gibt, sollte man Tempo-30-Zonen ausbauen, anstatt sie einzustampfen”, kommentiert Annette Hertlein, Sprecherin für Verkehrspolitik der SPD-Fraktion, die angekündigten Rücknahmen. „Um zukunftsfähig zu sein, müssen wir uns endlich von der Idee der autogerechten Stadt verabschieden und konsequent in Maßnahmen investieren, die das Klima entlasten und unsere Straßen sicherer machen.”
Auch Marijke Höppner, Vorsitzende der SPD-Fraktion, stellt sich gegen den Beschluss des Senats: „Tempo-30-Zonen verbessern nicht nur erwiesenermaßen die Luftqualität, sondern reduzieren auch Lärm und senken das Unfallrisiko. Daher sind wir der Meinung, dass die bereits bestehenden 30er-Zonen erhalten bleiben sollten.“



