Flughafen Tempelhof - Ort mit Zukunft!

Veröffentlicht am 30.08.2007 in Informationen

Jeder, der sich ernsthaft, mit der Zukunft des Flughafengeländes befasst hat, weiß, dass nicht nur die Gebäude, sondern auch die Erkennbarkeit der Landebahnen unter Denkmalschutz steht. Darum bleibt der Flughafen in der Stadt und in der Erinnerung der Berlinerinnen und Berliner erhalten. Was er verlieren wird, ist seine Funktion als Flughafen.

Aber welche historischen Gebäude haben nicht schon ihre eigentliche Nutzung verloren und dennoch ihre Wahrnehmungs- und Erinnerungsbedeutung für die Stadt erhalten. Auch beim Flughafen Tempelhof geht es darum, das Gebäude mit seiner geschichtlichen Bedeutung zu erhalten, es aber mit einer zeitgemäßen Nutzung überhaupt erst in seinem Bestand zu sichern. Der stete Wandel einer lebendigen Stadt erfordert eine flexible, rücksichtsvolle Planung seitens der Wirtschaft und der Stadtentwicklung. Stillstand ist, wie fast immer, der Verlust jeder zukünftigen Entwicklungsmöglichkeit. So ist auch das angestrebte Volksbegehren, zum Erhalt des Flughafens, als Verkehrsflughafen - nicht etwa wie derzeit von einigen gefordert als Sonderlandeplatz für Privat- und Geschäftsflieger - eine rückwärtsgewandte Aktivität.

Tatsächlich ernst zu nehmen sind die Belange der jetzt noch am Standort verbliebenen Betriebe- auch der in Tegel -, die von einem Flugbetrieb existenziell abhängig sind. Ihre Interessen sind bei der Realisierung von BBI-Schönefeld mit zu berücksichtigen.

Die Schließung der beiden innerstädtischen Flughäfen bedeutet für zehntausende von Anwohnern eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Luft- und Lärmbelästigungen so wie die nie völlig auszuschließende Gefährdung durch den Flugbetrieb entfallen. Darüber hinaus verlagert sich der Ziel- und Quellverkehr zum stadtrandnahen BBI auf Stadtautobahn und Schiene. Der erweiterte Airport Schönefeld liegt nur ca. 30 Minuten bis zur Ost-City und ca. 45 Minuten zur West-City per Taxe entfernt. Mit dem öffentlichen Nahverkehr sind es 40 bzw. 50 Minuten _ eine Reisezeit, die aber noch deutlich verkürzt werden kann. Damit ist er besser und schneller zu erreichen, als die Flughäfen vergleichbarer Großstädte. London, oft genannt als Beispiel mit einem innerstädtischen Flughafen, ist mit Berlin in soweit nicht zu vergleichen, weil es mit seinen mindestens 20Mio. Anrainern in seiner Region nur über deutlich weiter auswärts liegende Flughäfen verfügt und als Weltwirtschafts- Metropole einen international weitaus höheren Stellenwert besitzt als unser relativ beschauliches Berlin.

Selbstverständlich sind neben den ökologischen und Stadtbild relevanten Aspekten die wirtschaftlichen Auswirkungen zu berücksichtigen. Hier gibt es wie so oft zwei Blickwinkel, einerseits den betriebs- und andererseits den volkswirtschaftlichen. Umsiedlungen von Betrieben werden notwendig werden. An den neuen Standorten verändern sich die ökonomischen Bedingungen der umzusiedelnden Betriebe aber kaum. Ganz im Gegenteil: Sie werden voraussichtlich am neuen Großflughafen besser sein. Berücksichtigt man die an den Standorten Tempelhof und Tegel vorhandenen Arbeitsplätze, kann immer noch mit einem erheblichen Zuwachs neu entstehender Arbeitsplätze insgesamt gerechnet werden.

Die Entwicklungen in Frankfurt/Main und München belegen diese Tatsache eindeutig. Gerade in einer mit Arbeitsplätzen stark unterversorgten Region, wie Berlin und Brandenburg, sollte jede Chance genutzt werden, um zukunftsbeständige Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Münchner Umlandgemeinden, in der Nähe des neuen Flughafens, haben die Erweiterung ihrer Gemeindegebiete verlangt, damit sie der Nachfrage nach Bauland für Wohnungsbauten nachkommen können.

Die Idee, Tempelhof nicht als Verkehrsflughafen, sondern als Sonderlandeplatz für Privat- und Geschäftsflieger offen zu halten, ist ebenso absurd. Um einigen wenigen, wohlhabenden Menschen den Anflug auf die Innenstadt zu ermöglichen, müsste man dann darauf verzichten, den Berlinerinnen und Berlinern – und den anderen Besuchern der Stadt – eine neue große und attraktive Fläche zur Verfügung zu stellen. Fläche, die genutzt werden kann, um Erholungsraum und innerstädtische Wirtschafts- und Wohnflächen zu schaffen. Demokratisch und bürgerfreundlich ist das nicht, was da einigen an Vorstellungen vorschwebt.

Spätestens seit der höchstrichterlichen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 16.03.2006 sollten alle Disputanten wissen, woran sie sind. Denn wenn Tempelhof oder Tegel - wie jetzt von Frau Bezirksbürgermeisterin Wanjura (Reinickendorf) gefordert wird, weiterhin für den Flugbetrieb genutzt werden kann, entfällt eine der wichtigsten Grundlagen für die Erweiterungsgenehmigung Schönefelds zum Flughafen Berlin-Brandenburg-International. Nämlich die, dass mit der Inbetriebnahme von BBI eine Entlastung von weitläufigen innerstädtischen Wohngebieten erfolgt. Somit könnte es wieder zu berechtigten Klagen gegen die Schönefelderweiterung kommen und die Wirtschafts- und Arbeitsplatzexpansion verhindert werden. Das kann niemand ernsthaft wollen.

Wir werden – sollte es zum Bürgerentscheid kommen – für die Ablehnung des Bürgerentscheids werben.

Ansprechpartner: Reinhard Janke

 
 

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