Seit dem Frühsommer dieses Jahres ist es sichtbar: am Tempelhofer Hafen tut sich was! Nach ausführlichen Diskussionen über die Nutzung der brachliegenden Industriefläche hat die BVV in ihrer Sitzung im Mai den Bebauungsplan für das Gelände an der Ordensmeisterstraße/Ecke Tempelhofer Damm beschlossen und damit den Weg für die Wiederbelebung des Einzelhandelsstandorts Tempelhofer Damm frei gemacht.
Der Entscheidung waren Verhandlungen mit den Investoren und drei Brandenburger Landkreisen, die Eigentümer des Grundstückes waren, vorausgegangen. Das Ergebnis dieser Verhandlungen kann sich durchaus sehen lassen: Tempelhof erhält im Herbst 2008 nicht nur ein Einkaufszentrum der gehobenen Kategorie mit 19.500 Quadratmetern Einzelhandelsfläche, sondern darüber hinaus Flächen für Kultur, Erholung und Freizeit. Das denkmalgeschützte Speichergebäude ist in die Planung mit einbezogen worden und wird derzeit als Kern des Ensembles hergerichtet. An der Ordensmeisterstraße und am Tempelhofer Damm wird um das zentrale Speichergebäude eine großzügige Shopping-Mall errichtet, die durch Flächen für Dienstleistung und Freizeitaktivitäten ergänzt wird. Denkbar und geplant ist eine Nutzung der Flächen für Gastronomie-, Sport-, Fitness- und Kultureinrichtungen.
Schon durch die Einbindung historischer Bauten und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wird sich das Einkaufszentrum Hafen Tempelhof von seiner Berliner Konkurrenz deutlich unterscheiden. Eine Eigenschaft aber macht den Standort einzigartig: das Hafenbecken am Teltowkanal. Hier werden Stege und Liegeplätze für Sportboote und Veranstaltungsschiffe entstehen und somit für ein außergewöhnliches Flair sorgen.
Die vielfältigen und einzigartigen Entwicklungsmöglichkeiten des Hafengeländes und die Nähe zur UFA-Fabrik haben dazu beigetragen, dass die SPD-Fraktion das Projekt Hafen Tempelhof stets kritisch begleitet hat. Wichtig waren uns dabei vor allem die Belange von Anwohnerinnen und Anwohnern. Die Verkehrsbelastung konnten wir durch eine Reduzierung der Stellplätze deutlich abmildern.
Der Hafen Tempelhof wird als Einkaufszentrum Bedeutung für den gesamten Berliner Süden erlangen. So kann Kaufkraft in den Bezirk zurückgeholt werden, und Bürgerinnen und Bürger können sich den Weg nach Steglitz oder Gropiusstadt sparen. Vor allem aber wird der Tempelhofer Damm seiner Funktion als so genanntes besonderes Stadtteilzentrum wieder gerecht. Er wird durch den Abschluss im Süden wieder attraktiver. Dies gibt dem Tempelhofer Einzelhandel die große Chance, seine Hauptgeschäftsstraße neu zu beleben.
Natürlich ist ein Einkaufszentrum kein Garant für ein pulsierendes urbanes Treiben. Deshalb ist die „Baustelle“ Tempelhofer Damm noch lange nicht fertig, wenn der Hafen eröffnet wird. Wir werden deshalb weitere Aktivitäten der Gewerbetreibenden unterstützen, die der Attraktivitätssteigerung dienen. Eine gute Nahversorgung ist der richtige Weg.
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