Die Schulen haben durch das neue Schulgesetz eine erweitere Eigenverantwortung erhalten. Dies bezieht sich nicht nur auf die Bewirtschaftung der zugewiesenen finanziellen Mittel, sondern auch auf die Ausgestaltung pädagogischer Ziele. Schulprogramme, die von den Schulen erstellt werden, beschreiben die pädagogischen Schwerpunktsetzungen. Dieses Programm wird von der Schulkonferenz, die sich aus Lehrer/innen, Elternvertreter/innen und Schüler/innen zusammensetzt verabschiedet. Enthalten sein kann auch, wie in der Herbert-Hoover-Realschule, dass sich alle Beteiligten darauf einigen, dass in der Schule und bei gemeinsamen Veranstaltungen nur Deutsch gesprochen werden soll. Dies ist eine freiwillige Selbstverpflichtung, die von der Mehrheit, auch von den Eltern und Schüler/innen mit Migrationshintergrund getragen werden muss.
Ein Antrag der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg sah vor „ zu prüfen, wie das Konzept Deutsch als Schulsprache im Bezirk umgesetzt werden kann.“ Dazu ist zu sagen, dass es sich nicht um ein Konzept handelt. Deutsch ist bei uns selbstverständlich die Schulsprache, darüber hinausgehend kann es natürlich auch Selbstverpflichtung innerhalb einer Schule geben, wie es in der Herbert-Hoover Realschule geschehen ist. Der Bezirk hat nicht die Möglichkeit direkt in die inneren Schulangelegenheiten einzugreifen.
„Der Antrag ist im Schulausschuss der BVV von SPD; B 90 /Die Grünen und PDS abgelehnt worden, da die CDU nicht bereit war den Antrag deutlich auf eine insgesamt verbesserte Sprachförderung auszurichten. Nach Ansicht unserer Fraktion handelte es sich bei dem Antrag um reinen Populismus, der nicht die Intention hatte eine Verbesserung der Sprachförderung zu initiieren. Wenn eine Schule beschließen möchte Deutsch als Schulsprache deutlich hervorzuheben, dann kann sie das jeder Zeit tun, dafür braucht es keinen Antrag. Unsere Fraktion begrüßt jederzeit Initiativen vom bezirklichen Schulamt, die die Schulen bei ihrer Aufgabe der Sprachförderung unterstützen. Leider hat es von dem zuständigen Dezernenten dazu noch keine Überlegungen gegeben“, erläutert Elke Ahlhoff, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV, die Position ihrer Fraktion