Die dicht bebaute „Schöneberger Insel“ ist ein nicht gerade mit Frei- und Grünflächen verwöhntes Stadtgebiet. Eine der wenigen Grünanlagen ist der Cheruskerpark, der deshalb stark genutzt wird. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Eltern und Hundebesitzern.
Eine Bürgerinitiative, die sich schon länger um eine Kinderfreundliche Nutzung der Grünanlage bemüht, hat Vorschläge zur künftigen Gestaltung und Nutzung des Parks vorgelegt. Mit in das Konzept gehörte, ein Hundeverbot für die Anlage durchzusetzen. Dagegen protestierten Hundehalter, die auf die zu geringe Auslauffläche für ihre Vierbeiner hinwiesen. Im Ausschuss für Natur und Umwelt wurde jetzt mehrheitlich ein Kompromiss erarbeitet. Der südliche Teil des Cheruskerparks wird mit einem Hundeverbot versehen. Der nördliche Abschnitt ist für Hunde zugänglich, allerdings müssen die Tiere weiterhin an der Leine geführt werden. „Es ist immer schwierig die Bedürfnisse aller Bürger und Bürgerinnen bei der Nutzung der vorhandenen Grünflächen ausreichend zu berücksichtigen. Um dem Wunsch der Hundehalter nach einem Auslaufgebiet ohne Leinenzwang nachzukommen, haben wir das Bezirksamt beauftragt zu prüfen, ob eine Fläche außerhalb des Parks zur Verfügung gestellt werden kann;“ erläutert Serge Embacher, Vorsitzender des Ausschusses und Mitglied der SPD-Fraktion.