
Der Schleichverkehr in der Manfred-von-Richthofen-Straße wird gestoppt. Jahrelang nutzten viele Autofahrerinnen und Autofahrer die Straße als Ausweichroute, wenn sich der Verkehr auf dem Tempelhofer Damm staute. Noch in diesem Jahr beginnt deshalb der Umbau des südlichen Straßenabschnitts zur Fahrradstraße.
Ziel ist es, den Durchgangsverkehr aus dem Wohngebiet herauszuhalten, die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr zu erhöhen und die Lebensqualität in der Gartenstadt nachhaltig zu verbessern. Das geht aus der Antwort des Bezirksamts auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion hervor.
Die Planungen sind abgeschlossen. Zunächst werden die Fahrbahnschäden beseitigt, anschließend erfolgt der Umbau in zwei Bauabschnitten. Da die Berliner Wasserbetriebe derzeit noch am Rumeyplan arbeiten, wird zunächst der südliche Abschnitt der Manfred-von-Richthofen-Straße umgebaut. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Kernstück der Maßnahme ist die Einrichtung einer Fahrradstraße. Künftig dürfen dort neben dem Radverkehr nur noch Anliegerinnen und Anlieger mit Kraftfahrzeugen unterwegs sein. Ein Modalfilter auf Höhe des Rumeyplans soll außerdem verhindern, dass Autofahrende bei Stau auf dem Tempelhofer Damm durch das Wohngebiet ausweichen.
„Mit der Fahrradstraße wird endlich mehr Sicherheit für alle geschaffen, die hier zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Gleichzeitig wird die Manfred-von-Richthofen-Straße wieder das, was sie sein soll: eine ruhige Wohnstraße und keine Ausweichroute für den Stau auf dem Tempelhofer Damm“, erklärt Annette Hertlein, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Uns ist wichtig, dass die Umsetzung im engen Austausch mit den Anwohnenden erfolgt und ihre berechtigten Anliegen berücksichtigt werden.“
Viele Anwohnende sorgen sich um den Wegfall von Parkplätzen. Tatsächlich entfallen lediglich einzelne Stellplätze im Bereich der zwölf neuen Querungsstellen. Dadurch verbessern sich die Sichtbeziehungen an Kreuzungen, was die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht. Die bestehenden E-Ladepunkte bleiben erhalten.
Auch nach dem Umbau bleibt die Straße Teil einer Tempo-30-Zone. Die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung wird weiterhin von der Polizei kontrolliert. Sollten dennoch häufig Verstöße festgestellt werden, können ergänzend Dialogdisplays eingesetzt werden.
„Mit der Fahrradstraße gewinnt die Gartenstadt an Lebensqualität“, betont Marijke Höppner, Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Weniger Durchgangsverkehr sorgt für mehr Ruhe im Wohngebiet, bessere Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr und mehr Sicherheit – davon profitieren alle, die hier leben oder unterwegs sind.“
Link zur Großen Anfrage




