Das Angebot der Musikschule im Bezirk zur musikalischen Aus- und Weiterbildung ist im Bezirk bei vielen Bürgern und Bürgerinnen sehr beliebt. Viele Kinder erlernen das Spielen eines Instrumentes in der bezirklichen Musikschule.
Probleme gibt es jedoch im Bereich Tempelhof und Mariendorf mit der Erreichbarkeit, besonders für Kinder. Bisher konnte die Musikschule in Räumen von Grundschulen den Unterricht anbieten. Da die Schulen aber jetzt zusätzlichen Bedarf für die Ganztagsbetreuung haben, stehen in Tempelhof und Mariendorf keine Räume für das Angebot mehr zur Verfügung.
Der zuständige Stadtrat Dieter Hapel sieht allerdings wieder einmal keinen Handlungsbedarf. So äußerte er in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur der Bezirksverordnetenversammlung, dass es Sache der Musikschule sei, sich selbst um geeignete Räume zu kümmern. Hapel ignoriert völlig, dass die Musikschule eine Einrichtung des Bezirks ist, die Verantwortung in seinem Ressort liegt und das Angebot der Musikschule durch die Verankerung im neuen Schulgesetz eine klar definierte Aufgabe des Bezirks ist.
„Um ein der Nachfrage entsprechendes Angebot der Musikschule zu sichern, ist eine räumliche Konzeption unabdingbar. Warum der zuständige Stadtrat hier keinen Handlungsbedarf zur Entwicklung einer Gesamtplanung für den Bezirk sieht, ist nicht nachzuvollziehen. Wir halten die Gewährleistung eines Zugangs zur außerschulischen Musikerziehung und Musikunterricht für einen elementaren Baustein in der Kulturarbeit,“ erläutert Melanie Kühnemann, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultur für die SPD-Fraktion.



