Nach der teilweisen Aufhebung der Lernmittelfreiheit im letzten Jahr müssen die Eltern, wenn nicht Umstände zur Befreiung vorliegen, nun bis zu 100 Euro für die Schulbücher selbst tragen. Auf Initiative des Landeselternausschusses sind, gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung jetzt die Bedingungen erarbeitet worden, unter denen ein Lernmittelfond an den Schulen eingerichtet werden kann. Ein entsprechendes Rundschreiben ist Ende April von der Senatsverwaltung an die Schulen gegangen. Der Lernmittelfond hat den Vorteil, dass an jeder Schule die Gesamtelternvertretung die Einrichtung beschließen kann, die Eltern i. d. R. eine Summe weit unter 100 Euro einzahlen und der Ausleihbetrieb für Schulbücher in den Schulen aufrechterhalten werden kann. Um die Umsetzung des Lernmittelfonds auch an den Schulen in Tempelhof-Schöneberg voranzubringen wurde in der Bezirksverordnetenversammlung am 19. Mai ein entsprechender, von der CDU-Fraktion eingebrachter Antrag, beschlossen. „Es ist schon sehr merkwürdig, dass die CDU Fraktion durch einen Antrag den Stadtrat für Schule, Dieter Hapel (CDU) auffordern muss ein Rundschreiben der Senatsverwaltung umzusetzen“, kommentiert Margrit Zauner, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, diesen Vorgang.



