Seit seiner Eröffnung im Jahre 2003 erfreut sich das Schwedische Möbelhaus am Sachsendamm eines großen Kundenandrangs - vor allem sind es junge Familien, die sich hier mit unkonventionellem Design ausstatten. Erstaunt waren jedoch auch die Betreiber des Hauses über das Ausmaß, in dem Kunden hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen - während die hinter dem Möbelhaus gelegenen Parkplätze weitgehend brach liegen.
Mehrere Möbel-Taxi-Unternehmen bieten auf dem Vorplatz des Hauses ihre Dienste an und bieten dem Kunden die Möglichkeit, das Gekaufte dann ohne eigenes Auto nach Hause zu befördern. Aus Sicht der SPD-Fraktion hat hier - ganz ungeplant - eine verkehrspolitisch erfreuliche und zukunftsweisende Entwicklung stattgefunden. Leider war die Fußwegeführung entlang des stark verkehrsbelasteten Sachsendamms mit seinem schmalen Gehweg wenig einladend und der Fußgängerstrom über den weitläufigen Parkplatz recht weit.
Im Jahre 2007 beantragte die SPD-Fraktion daher, dass sich das Bezirksamt für die Herstellung einer direkten Fußwegverbindung zwischen dem Möbelhaus und dem Südkreuz einsetzen möge - mit Erfolg: IKEA teilte die Freude über den umweltfreundlichen Kundenzulauf und ließ auf eigene Kosten eine kleine neue Bahnunterführung zur Genetstraße bauen. Seit Jahresbeginn ist diese nun für die Öffentlichkeit zugänglich und erfreut sich großer Beliebtheit. Ein stadtverträgliches Vorbild auch für viele andere Einzelhändler, die noch immer ausschließlich auf "Auto" und "Parkplätze" setzen und unserer Stadt damit Attraktivität rauben.
Christoph Götz, Leiter des AK Bau der SPD-Fraktion