SPD freut sich über Sieg der Vernunft am „Wannseebahngraben“

Veröffentlicht am 19.02.2015 in Pressemitteilung

Die langjährigen Planungen für die Grünverbindung „Schöneberger Schleife“ waren nicht vergeblich: Mit rot-grüner Mehrheit beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gegen die Stimmen von CDU, Linken und Piraten am 18.02.2015, dass nun unverzüglich die notwendigen Rodungsarbeiten im Bereich „Wannseebahngraben“ durchzuführen sind, bevor am 1. März die Vegetationsperiode beginnt und Baumfällungen nur noch mit erheblichen Auflagen zulässig sind. Ein Einwohnerantrag, in dem ein erneuter „runder Tisch“ und Umplanungen gefordert wurden, wurde abgelehnt.

 

Die „Schöneberger Schleife“ schließt nahtlos an den attraktiven und beliebten Gleisdreieckpark an. Die Realisierung des regional angelegten Grünzuges im Teilbereich an der Crellestraße schien durch den Einwohnerantrag akut gefährdet und bereits bewilligte Fördergelder in Höhe von rund drei Millionen Euro hätten nicht mehr genutzt werden können. Die aktiven Bürger, von denen ein Teil den Grünweg zugunsten der Vegetation sogar ganz verhindern wollte, fanden mit ihrem Anliegen ausgerechnet die Unterstützung der CDU, die sich in der Vergangenheit weder als Vorreiterin in Sachen Umweltschutz noch als Kritikerin der ehemals geplanten 6-spurigen Autobahn „Westtangente“ an dieser Stelle hervor getan hatte.

 

„Die neuen Wege entlang der Bahn sind ein Erfolgsmodell. Dies zeigt die große Beliebtheit des Gleisdreieck- und des sogenannten „Flaschenhalsparks“. Ein „Stopp“ für den Grünzug im sogenannten “Wannseebahngraben“ wäre ein immenser Schaden für den Bezirk gewesen sowie ein Affront gegenüber all den Bürgern, die sich in der Vergangenheit für den Grünzug stark gemacht und sich bei Anhörungen mit etlichen Verbesserungsvorschlägen aktiv in die Planung eingebracht haben“, so Christoph Götz, Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion „Natürlich ist es bedauerlich, dass nicht alle Bürger von der Planung überzeugt werden konnten. Die breite Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Tempelhof-Schöneberg will das Projekt aber. Zudem hat die Deutsche Bahn AG als Eigentümerin eines großen Teils des Geländes, das dem Bezirk im Rahmen eines Nutzungsvertrags zur Verfügung gestellt werden soll, eindeutig klar gemacht, dass sie zu einer Änderung der aktuellen Planung auch aus betrieblichen Sicherheitsgründen weder bereit noch in der Lage ist.

 

Wir gehen bei der CDU von einem rein parteitaktisch motivierten Verhalten aus nach dem Motto: „Was Rot-Grün schadet, nützt uns“. Nach den ausgiebigen Diskussionen der vergangenen Jahre sind die Natur-schonenden Möglichkeiten aber leider ausgereizt“, so Götz.

 

Der zuständige CDU-Stadtrat Daniel Krüger ist nun aufgefordert, die Planung zügig umzusetzen.

 

Götz: „Wir danken der Deutschen Bahn herzlich für Ihr Entgegenkommen. Die Bereitstellung der Betriebsflächen für eine Grünverbindung ist nicht selbstverständlich. Das offene Agieren der CDU gegen den eigenen Stadtrat gibt aber reichlich Anlass zu Spekulationen. Dennoch ist Herr Krüger nun klar und deutlich aufgefordert, das Vorhaben innerhalb der gegebenen Fristen umzusetzen und Schaden vom Bezirk abzuwenden“.

 
 

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