Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg setzt sich nachhaltig für den Erhalt des Kinderzentrums in der Monumentenstraße ein.
„Wir wollen diese gut funktionierende pädagogische Einrichtung erhalten. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Attraktivität des umliegenden Kiezes“, erklärt Margrit Zauner, Vorsitzende der SPD-Fraktion.
Das Kinderzentrum, das Kindertagesstätte, Grundschule und Hort an einem Standort vereinigt, war durch die Schulentwicklungsplanung des Bezirksamts in frage gestellt worden. Seit Jahren ist die Notwendigkeit der Sanierung des Kita –und Schulgebäudes wegen Asbestbelastung bekannt. Eine letzte Messung der Faserbelastung in der Raumluft wurde im Gebäude der Schule 2001 vorgenommen. Diese letzte Messung, die keinen Anlass gab sofort zu reagieren, soll nun der Grund für die Verlegung der Schwielowsee-Grundschule auf das Gelände der Havelland-Grundschule sein. Für die Kindertagesstätte wäre kein Raum auf dem neuen Standort mehr vorhanden. Dies kommt einem Ende des wünschenswerten pädagogischen Konzepts gleich.
CDU-Schulstadtrat Hapel sieht die einzige Lösung in der Verlagerung der Grundschule und Unterbringung der Schüler/innen in mobilen Klassenräumen und hat ohne Not die Eltern der betroffenen Schulen und Kita verunsichert
Die Pläne des Bezirks und die Betonung der Schulverwaltung, dass zum gesundheitlichen Schutz der Kinder die dargestellte Lösung unabwendbar sei, haben besonders bei den Eltern und Erziehern/innen der Kindertagesstätte zu einer starken Beunruhigung geführt. Um sicher zustellen, dass für die Kinder keine gesundheitliche Gefährdung besteht, hat die Stadträtin für Jugend Angelika Schöttler am 18.12.2003 reagiert. Sie beauftragte einen in der Liste der Handwerkskammer aufgeführten Sachverständigen mit der sofortigen Messung der Raumluft in den Räumen der Kindertagesstätte. Anfang Januar lag das Gutachten vor. Es bescheinigt, dass keine akute gesundheitliche Belastung der Raumluft in der Einrichtung vorliegt. Eltern und Erzieher/innen atmeten im wahrsten Sinne des Wortes auf. Der Betrieb konnte pünktlich nach den Weihnachtsferien am 5.1.04 wieder aufgenommen werden.
„Die Sanierung des Kinderzentrums ist unumgänglich. In einem Beschluss des Bezirksamts für die Investitionsplanung des Bezirks hat dies bereits grundsätzlich Berücksichtigung gefunden. Die BVV hat die Freigabe dieser Mittel von der Vorlage eines konkreten Konzeptes abhängig gemacht. Wir erwarten vom Bezirksamt, dass es endlich klare Aussagen trifft und so auch die Eltern, die jetzt vor der Entscheidung stehen, wo sie ihr Kind einschulen, planen können, “so Zauner weiter.