
Die SPD-Fraktion kritisiert die Streichliste der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die - entgegen bisheriger Aussagen - nun doch zu Kürzungen bei zahlreichen Projekten in den Bezirken führt.
Zu den betroffenen Projekten in Tempelhof-Schöneberg gehört auch die Kultur- und Bildungseinrichtung Urania, der die kompletten Landeszuschüsse gestrichen werden sollen. Ein entsprechender Antrag, der fordert diese nicht zu streichen, ist bereits in die kommende Bezirksverordnetenversammlung eingebracht worden.
„Mit der Streichung der finanziellen Mittel für die Urania, droht eine Schöneberger Institution abgeschafft zu werden, die sich mit ihren niedrigschwelligen Kultur- und Bildungsangeboten seit fast 140 Jahren aktiv für die Volksbildung einsetzt“, kommentiert Corinna Volkmann, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, die drohenden Einsparungen. “Für eine Gesellschaft, die sich mit einem immer stärker werden Rechtsruck konfrontiert sieht, sind Einrichtungen wie die Urania, die die politische und kulturelle Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger ermöglicht, unverzichtbar!“
Auch Marijke Höppner, Vorsitzende der SPD-Fraktion, sieht die Streichung der Mittel für die Urania kritisch:
“Es erweckt den Eindruck, dass durch die aktuellen Einsparungsabsichten des Senats, Bildungseinrichtungen und Projekte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt systematisch geschwächt werden sollen. Das dürfen wir nicht zulassen.“



