SPD fordert Fahrrad-Highway auf ehemaliger „Potsdamer Stammbahn“

Veröffentlicht am 11.06.2015 in Bezirk

Mit dem Fahrrad schnell auf eigener Trasse vom Potsdamer Platz bis Steglitz, Zehlendorf oder sogar Potsdam? - Mit einem Antrag zur nächsten Sitzung der BVV Tempelhof-Schöneberg am 17. Juni 2015 fordert die SPD-Fraktion die Prüfung der Machbarkeit eines Fahrradschnellwegs auf der Trasse der alten „Potsdamer Stammbahn“.

 

 

 

Diese im Jahre 1831 eröffnete Bahnlinie verlief als erste preußische Eisenbahnlinie vom damaligen Potsdamer Bahnhof bis nach Potsdam und wurde wegen der vielen wohlbetuchten Fahrgäste aus der Nachbarstadt im Berliner Volksmund auch „Bankiersbahn“ genannt. Nach Schäden im 2. Weltkrieg und durch den Mauerbau wurde die Strecke nicht mehr betrieben und liegt bis heute brach, offiziell als Option für eine spätere Wieder-Inbetriebnahme.

Heute wird der Bahnverkehr nach Potsdam über die unmittelbar parallel verlaufende Wannseebahn (S1) und über die wesentlich leistungsfähigere verlängerte Stadtbahn durch den Grunewald (Regionalverkehr und S7) abgewickelt. Eine Wieder-Inbetriebnahme der weitgehend eingleisigen „Stammbahn“  erscheint daher auf absehbare Zeit höchst unwahrscheinlich.

Christoph Götz, Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg: „Die Idee für den Fahrradschnellweg stammt vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ), das auf dem EUREF-Campus am Schöneberger Gasometer ansässig ist. Sie ist hervorragend und soll mit unserem Antrag in die politische Diskussion gebracht werden. Der Radweg würde an den Gleisdreieckspark und den in Bau befindlichen Grünzug „Wannseebahngraben“, dicht an der Schöneberger Crellestraße, anknüpfen. Mit dem „Wannseebahngraben“ wurde sogar bereits ein Exempel geschaffen: Auch dieser Grünzug wird teilweise auf der alten Bahntrasse verlaufen und wird dem Land im Rahmen eines Gestattungsvertrages von der Bahn überlassen. Das wollen wir aufgreifen.“

Das Bezirksamt soll nun in Zusammenarbeit mit den weiteren zuständigen Stellen, wie Deutsche Bahn AG, Nachbarbezirk Steglitz-Zehlendorf und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, hierzu die Möglichkeiten ausloten.

Abzuwarten bleibt aber zunächst die Reaktion der anderen BVV-Fraktionen. Götz: „ „Die Idee ist bestechend. Wir hoffen auf volle Unterstützung auch aus den anderen Fraktionen.“

 

 

 

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