Auf Initiative der SPD Fraktion hat die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg beschlossen, die Lärmsanierung im Bezirk anzugehen. Hierzu soll das Bezirksamt Straßenabschnitte benennen, die nach den Vorgaben des Lärmaktionsplanes des Senats umgestaltet werden.
Tempelhof-Schöneberg ist ein durch Straßenlärm stark belasteter Bezirk. Der Lärm ist nicht nur störend, er wirkt sich nachweislich negativ auf die Lebensqualität und Gesundheit aus. Auch die Gewerbetreibenden des Bezirks begrüßen eine Lärmreduzierung, da dadurch die Attraktivi-tät der Einkaufsstraßen gesteigert wird. Dies stellt einen deutlichen Wettbewerbsvorteil dar und hilft, die Kieze weiter zu beleben.
Die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg besteht daher auf der Umsetzung von weiteren lärm-reduzierenden Maßnahmen. In einem ersten Schritt soll der zuständige Stadtrat Krüger (CDU) weitere Straßenabschnitte für den Umbau benennen. Die Wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Mitglied des Ausschusses für Verkehr und Grünflächen, Annette Hertlein, setzt sich schon seit längerem für den Emissionsschutz im Bezirk ein. Schon im letzten Jahr for-derte sie das Bezirksamt auf, den Luftreinhalteplan auch im Verkehrs- und Grünflächenbereich umzusetzen. „Getan hat sich seitdem noch nichts“, sagt Annette Hertlein.
Im aktuellen Berliner Haushalt stehen Mittel zur Verfügung, die von den Bezirken für die Lärm-reduktion verwendet werden können. Mehrere Projekte wurden bereits berlinweit auf Grund-lage des Lärmaktionsplans umgesetzt. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde die Kreuzung Friedrich- Karl- Straße/Ordensmeisterstraße in lärmarmer Bauweise erfolgreich saniert.
Die Maßnahmen zur Reduktion von Lärm umfassen nicht nur die Straßensanierung mit lärm-armem Asphalt, sondern auch eine Veränderung des Straßenbildes sowie die Verbreiterung der Fahrradwege.
Annette Hertlein erklärt dazu: „Die Benennung der Straßenabschnitte ist nur ein erster Schritt, es muss dringend die lärmmindernde Straßensanierung folgen. Stadtrat Daniel Krüger muss sich der Problematik jetzt angemessen annehmen.“
Weiter mahnt sie an, dass sich der Bezirk nur durch die entschlossene Umsetzung alternativer Mobilitätsszenarien auf die Herausforderungen einer wachsenden Stadt vorbereiten kann.
Annette Hertlein, 0173 4315350, mailto: bv@annette-hertlein.de