Mal nicht geheim – Ausschuss für Eingaben und Beschwerden vor Ort in Marienfelde

Veröffentlicht am 05.06.2007 in Service

Wer Ärger mit bezirklichen Behörden hat und nicht weiter kommt, kann sich an den Ausschuss Eingaben und Beschwerden wenden. Aus Datenschutzgründen tagt der Ausschuss normalerweise hinter geschlossenen Türen. Immer wieder hatte hier die Bürgerinitiative Marienfelder Feldmark Sorgen und Probleme vorgetragen. Nun gab es mit dem Einverständnis der Feldmark einen öffentlichen Vororttermin. Der Ausschuss, der zuständige Stadtrat und 20 Bürger nahmen folgende Probleme in Augenschein:

1. Gefahrenstelle Kreuzung Schichauweg/Ecke Motzener Str.: Einstimmig waren wir der Meinung, dass hier eine Lösung gefunden werden muss, die die Gefährlichkeit dieser unübersichtlichen und schwer einsehbaren Kreuzung entschärft.

2. Nutzung des Klärwerksgeländes: Offen ist nach wie vor die Zukunft des ehemaligen Klärwerksgeländes. Hier sind Lösungen gefragt, die sich der Landschaftsstruktur anpassen.

3. Abstellstrecke Motzener Straße: Die ständig in falscher Richtung parkenden LKWs provozieren Auffahrunfälle. Zudem ist die sanitäre Situation für die Fahrer skandalös. Ein Ausschussmitglied hat sich bereit erklärt, Tafeln in verschiedenen Sprachen zu fertigen und in den zu beliefernden Betrieben auszuhängen.

4. Unrat auf der Feldmark: Hier ist in jüngster Zeit beachtenswerte Hilfe vom Bezirksamt geleistet worden. Der riesige Abfall ist zum größten Teil beseitigt worden. Hier hilft es allerdings auf Dauer nur, an alle Bürger zu appellieren, ihre Feldmark sauber zu halten.

5. Ausstehende Entsiegelung der B101: Hier haben wir kaum noch eine Entscheidungsmöglichkeit, der Stadtrat hat nochmals dargelegt, dass er an die neue Gesetzeslage gebunden ist. Es stehen kaum noch Gelder aus Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung.

Nun, wie sah unser Gesprächsergebnis aus? Es war ein zufrieden stellender Nachmittag für alle Beteiligten. Es ist das Verständnis bei der Marienfelder Feldmark vertieft worden, dass wir mit unseren begrenzten Ressourcen für alle Bürger im Bezirk da sein müssen, von der Feldmark bis in den Schöneberger Norden. Konkurrierende Interessen sind leider nicht zu vermeiden
Sieben Tage später kam ein Brief von der Bürgerinitiative mit einem Dank an den Ausschuss und an Stadtrat Schworck. Der Schluss- Satz lautete: "Wir hoffen und wünschen, dass Sie, sehr geehrte Damen und Herren, diese gute Einrichtung der öffentlichen Aussprache mit den Bürgern vor Ort und Stelle für den gesamten Bezirk zur Regel werden lassen!"

Ein Artikel von Rita Robinson
Bezirksverordnete

 
 

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