Der Sozialausschuss der BVV Tempelhof-Schöneberg hat das Bezirksamt ersucht, sich dafür einzusetzen, möglichst eine hohe Zahl der befristeten Verträge in den Jobcentern zu entfristen. Diese Forderung hatte die SPD sowohl auf Bezirks- als auf Landesebene schon öfters erhoben. „Im Jobcenter Tempelhof-Schöneberg gibt es eine Vielzahl zeitlich befristeter Arbeitsverträge“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ingo Nürnberger. „Die gut eingearbeiteten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen langfristig zur Qualitätsverbesserung beitragen. Deshalb fordert der Ausschuss eine Aufhebung der Befristungen bei möglichst vielen Verträgen.“
Nicht nachvollziehen kann Nürnberger das Verhalten der FDP-Fraktion: „Mit der Begründung, dass sich der Arbeitsmarkt positiv entwickle, hat die FDP den Vorschlag abgelehnt und zugleich gefordert, Personal im Jobcenter abzubauen.“ Damit verzichte die FDP nicht nur auf gute und eingearbeitete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern gefährde zugleich die Verbesserung der Vermittlung von Arbeitslosen in feste Arbeitsverhältnisse. Den Vorwurf, den Verwaltungsapparat dadurch zu zementierten, hält Nürnberger für absurd: „Die FDP hat nicht verstanden, dass zur Vermittlung von Arbeit Zeitarbeitsverträge wenig geeignet sind. Qualität lässt sich schlecht erreichen, wenn ständig neue Kräfte eingestellt und eingearbeitet werden müssen.“