Gender & Gesundheit

Veröffentlicht am 20.05.2008 in Pressemitteilung

Unter dem Titel „Gender & Gesundheit“ diskutierte der Arbeitskreis Gesundheit und Soziales der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg am 8. Mai 2008 mit der Referentin Univ.-Prof. Dr. med. Martina Dören die auch für die Kommunalpolitik wichtige Frage, welchen Einfluss das Geschlecht auf die Gesundheit hat.

„Dass Frauen anders sind, dass sie anders gesund und anders krank sind als Männer, setzt sich in der medizinischen Wissenschaft nur langsam durch“ berichtete Prof. Dören. Dies hänge natürlich auch mit der Dominanz der Männer in der Medizinforschung zusammen. Und hier setze Gender an als theoretisches und praktisches Instrument zur Beachtung der sozialen, kulturellen und psychologischen Dimensionen der Geschlechtszugehörigkeit aller Mitglieder unseres Gesundheitssystems.
„Männer bewerten ihren Gesundheitszustand im Durchschnitt besser und sind mit ihrer Gesundheit zufriedener als Frauen“ führte die an der Charité Campus Benjamin Franklin tätige Prof. Dören weiter aus. Frauen stellten ca. 55 Prozent der Krankenhauspatientinnen und –patienten. Männer verbringen aber durchschnittlich mehr Tage im Krankenhaus, wenn sie erkranken. Männer rauchten mehr und konsumierten mehr Alkohol und illegale Drogen als Frauen; Frauen seien demgegenüber häufiger von Medikamenten abhängig. Neue Untersuchungen zeigen, dass die Behandlung von Zuckerkrankheit bei Frauen in Deutschland nicht so gut ist wie die bei Männern.
Auch bei den Arbeitsunfällen gäbe es signifikante Unterschiede: Männer erlitten mehr schwere bzw. tödliche Arbeitsunfälle und begingen häufiger Selbstmord als Frauen.
Sogar die Verordnungsmuster unterschieden sich: Auf Männer entfielen mehr Krankenhaus- und Medikamentenkosten. Frauen erhielten zwar zahlenmäßig mehr Verschreibungen, diese seien aber im Durchschnitt billiger.

Und zu guter Letzt: Alleine zu leben erhöht die Sterblichkeit – aber nur bei Männern, nicht bei Frauen. Sind Frauen also gesundheitlich besser gerüstet, um mit dem demografischen Wandel umzugehen?

Die SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg wird die dargelegten Fakten und aufgeworfenen Fragen auf ihre kommunalpolitische Bedeutung im Einzelnen prüfen und dann in ihre praktische Arbeit einbauen. Hier zeichnen sich natürlich bereits jetzt die Instrumente des Dialogs mit den Eltern bei den Angeboten des öffentlichen Gesundheitsdienstes, bei der Förderung der Bereitschaft zu Vorsorgeuntersuchungen und auch bei der Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen ab.

 
 

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