Am 27. Januar jährt sich zum sechzigsten Mal der Tag der Befreiung der Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz. Anlässlich dieses wichtigen historischen Datums wird das Kunstamt Tempelhof-Schöneberg im Rathaus Schöneberg eine Ausstellung eröffnen. Die Ausstellung mit Fotoalben, die auf sehr eindrucksvolle Weise das Leben und die Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger im Bayrischen Viertel zwischen 1933 und 1945 näher bringt, wurde in den Jahren 1999 und 2000 bereits als Freiluftausstellung im Bayrischen Viertel gezeigt und fand weit über Berlin hinaus große Anerkennung.
Leider konnte es der Stadtrat für Bildung und Kultur, Dieter Hapel (CDU), nicht ermöglichen, das Konzept des Kunstamtes umzusetzen, demzufolge die Ausstellung für zunächst ein Jahr im Turm des Rathauses Schöneberg untergebracht werden sollte. Der aktuelle Plan lautet, in einem anderen Raum des Rathauses für neun Wochen auszustellen, um danach zu einer Bewertung zu gelangen. „Seitens der Schulen im Bezirk wurde bereits großes Interesse an dieser Ausstellung signalisiert,“ erläutert Serge Embacher, der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion. „Die Unmenschlichkeit des Naziregimes wird anhand von persönlichen Schicksalen veranschaulicht. Um so mehr bedauert unsere Fraktion, dass die Ausstellung nicht für einen längeren Zeitraum geplant ist“, so Embacher weiter.