Gemeinsame Erklärung der SPD Fraktionen der BVV Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg
Im Nachgang der öffentlichen Veranstaltung „Luftnummer oder Meilenstein – Gespräch über Nachnutzungskonzepte für den Flughafen Tempelhof“ am 31.01.07 im Rathaus Schöneberg erklären die einladenden BVV-Fraktionen:
Die SPD-Fraktionen Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg fordern nachdrücklich die baldige innenstadtverträgliche Nutzung des gesamten Gebäude- und Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof.
Die Entscheidung, das Flughafengelände für den Flugverkehr zu schließen, ist endgültig!
Wir lehnen es entschieden ab, die Kosten für eine - nicht gewünschte - Aufrechterhaltung des Flugverkehrs außer Acht zu lassen oder sie weiterhin den Berlinerinnen und Berlinern aufzubürden. Außerdem gefährdet der fortgesetzte Betrieb des Flughafens Tempelhof die Erweiterung des Flughafens Schönefeld zum Berlin-Brandenburg International Airport und damit Arbeitsplätze und die Entwicklung des Wirtschaftstandortes Berlin.
Die wichtigsten Planungsbedingungen für die zukünftige Nutzung des Flughafengeländes sind die Beendigung des Flugverkehrs und der Erhalt der stadtklimatischen Wirkung des Flughafenfreiraums für den Berliner Süden. Die Entwicklungsgrundlagen für den Standort sind durch Senat und Bezirke breit zu kommunizieren. Wesentliche Informationen müssen potentielle Investoren jederzeit zugänglich sein.
Investoren, die von diesen Grundlagen ausgehen, können auf unsere Unterstützung zählen. Jeder ernsthafte Investorenantrag – auch für Teilbereiche – ist herzlich willkommen. Alle nachhaltigen ökonomischen und ökologischen Stadtentwicklung angemessenen Nutzugsplanungen sind unverzüglich auf ihre Realisierbarkeit hin zu prüfen. Dabei sollten auch öffentlichen Nutzungen für die soziale Infrastruktur und Verwaltungseinrichtungen – zumindest mittelfristig – nicht von vornherein ausgeschlossen sein.