Zur Attraktivität eines Bahnhofs gehört ohne Frage, dass dieser für die Fahrgäste gut zu erreichen ist. Voraussetzung ist eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Taxihalteplätze und auch Stellplätze für private PKWs. Selbstverständlichkeiten von denen jede Bürgerin und jeder Bürger ausgeht. Der Bahn jedoch scheinen solche grundsätzlichen Erwartungen fremd zu sein.
So zeigt sich die Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Margrit Zauner denn auch verwundert, über die kürzlich bekannt gewordenen Pläne der Bahn sich von den, mit der Senatsverwaltung getroffenen Vereinbarungen über den Ausbau des Bahnhofs Südkreuz (Papestraße), zu verabschieden.
„Es ist kaum zu glauben. Die Bahn baut einen attraktiven Bahnhof Südkreuz aus und will die Fahrgäste über Schotterwege schicken. Sie propagiert einen Bahnhof, der für Autofahrer attraktiv sein soll, und hat noch keinen Investor für die Parkhäuser. Sie verweigert sich einer attraktiven Anbindung für die Busse der BVG und hat offenbar wenig Interesse daran, dass ausreichend Taxen bereitstehen können. Dies ist weder für die Fahrgäste akzeptabel noch für den Bezirk. Kundenorientierung schient bei den Verantwortlichen der Bahn nicht verankert zu sein. Wir hoffen, dass die Gespräche zwischen der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer und der Bahn bald zu einem Ergebnis führen, das den Bahnhof Südkreuz tatsächlich zu einem attraktiven Verkehrsknotenpunkt in unserem Bezirk macht,“ erläutert Margrit Zauner ihre Verärgerung.