Im April wurde auf Antrag der SPD-Fraktion im Foyer des Rathaus Schönebergs die Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28, Theresienstadt“ gezeigt.
Im April wurde auf Antrag der SPD-Fraktion im Foyer des Rathaus Schönebergs die Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28, Theresienstadt“ gezeigt.
35 Ausstellungstafeln veranschaulichten vor dem historischen Hintergrund die Geschichte der "Mädchen von Zimmer 28". Brenn- und Kristallisationspunkt ist das Zimmer 28, eine "Insel im tobenden Meer". Dargestellt sind der Alltag der Kinder sowie besondere Aspekte dieses Alltags (Unterricht, Musik, Zeichnen, Angst) und herausragende Ereignisse: die Gründung des Maagal, die Aufführung der Kinderoper Brundibár, der Besuch der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes, Transporte. So vermitteln die Tafeln sowohl aus biographischer Perspektive wie in einem großen weltgeschichtlichen und kulturhistorischen Bilder-Bogen ein trauriges Kapitel Zeitgeschichte.
Im Rahmen der Ausstellung fand Ende April eine Veranstaltung mit Zeitzeuginnen statt, die in eindrucksvoller und sehr bewegender Weise von ihren Erlebnissen und Schicksalen erzählten. „Besonders beeindruckend war, dass die überlebenden Mädchen von Zimmer 28 in deutscher Sprache, also der Sprache der Täter erzählten“, so der Bezirksverordnete Oliver Fey. An drei Tagen hatten dann noch Schulklassen die Möglichkeit, mit den Zeitzeuginnen im Rathaus Schöneberg zu sprechen.
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