Wasserbetriebe blockieren städtebauliche Entwicklung am Südkreuz - SPD fordert Eingreifen des Senats

Pressemitteilung

Mit scharfer Kritik reagiert die SPD-Fraktion auf die Mitteilung des Bezirksamts, dass die Berliner Wasserbetriebe (BWB) ihr weitläufiges Grundstück am Werner-Voß-Damm, dicht am Bahnhof Südkreuz, weiterhin nur „für Servicekräfte für Wartungs- und Reparaturarbeiten“ ausbauen wollen und auf diesem Grundstück „keinerlei Fläche für eine städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehe.“

Im März des vergangenen Jahres hatte die SPD-Fraktion beantragt, dass das Bezirksamt für den wachsenden Standort Südkreuz auch mit den BWB für ihr Grundstück die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten ausloten möge, insbesondere auch im Hinblick auf dringend benötigten Wohnungsbau. Nach der nun vorliegenden abschlägigen Mitteilung appelliert die SPD an die für die Landesbetriebe zuständige Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), die Haltung der BWB nicht durchgehen zu lassen, schließlich entwickelt sich das Südkreuz dynamisch zu einem wichtigen Standort für Dienstleistung, Handel und Wohnen. In den kommenden Jahren werden im dichten Umfeld hunderte Millionen investiert. Die Station ist der drittgrößte Bahnhof Berlins mit rund 100.000 Fahrgästen am Tag und wird von der DB als „Zukunftsbahnhof“ mit vielen innovativen Konzepten ausgebaut.

Christoph Götz, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg: „Die Ansage der BWB zur Zukunft ihres Grundstücks ist mehr als enttäuschend: Die Lage ist hochattraktiv. Mit der logistischen Nutzung werden die Potentiale in keiner Weise genutzt und Wohnungsbau verunmöglicht. Dabei könnten hier gut mehrere hundert dringend benötigte Wohnungen entstehen, außerdem Handel und Dienstleistung. Eine verdichtete Bauweise wäre plausibel, auch ein Hochhaus denkbar. Die Attraktivität des Gesamt-Standortes steht und fällt natürlich auch damit, dass alle Beteiligten in dieser Aufbauphase „mitziehen“. Das Land selbst als Eigentümer darf sich da nicht zurücklehnen. Für rein logistische Zwecke können und müssen einfachere Lagen genutzt werden, wie der alte Güterbahnhof Tempelhof. Senatorin Pop darf das nicht durchgehen lassen und muss hier eingreifen!“

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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